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Alpine Rams müssen sich Berlin Thunder nach schwierigem Auftakt geschlagen geben

Die Alpine Rams haben ihr erstes Spiel in der American Football League Europe mit 14:24 gegen Berlin Thunder verloren. Das Heimdebüt der Schweizer Franchise in der Tissot Arena in Biel begann allerdings nicht planmässig. Aufgrund des Wetters und technischer Probleme vor Ort wurde der Kickoff um mehr als zwei Stunden verschoben. Statt um 16:10 Uhr wurde die Partie erst um 18:15 Uhr angepfiffen.

Vor heimischem Publikum entwickelte sich anschliessend ein zerfahrenes Spiel, das von zahlreichen Unterbrechungen und Strafen geprägt war. Insgesamt wurden gegen beide Teams 36 Penalties für 243 Yards ausgesprochen.

Berlin nutzt die Chancen konsequent

Nach einem punktlosen ersten Viertel fand Berlin Thunder im zweiten Spielabschnitt besser in die Partie. Ein 33 Yard Field Goal von Nils Schauerte brachte die Gäste erstmals auf die Anzeigetafel. Wenig später fand Quarterback Jakeb Sullivan seinen Receiver Niklas Schumm über 35 Yards zum ersten Touchdown des Abends.

Die Rams hielten defensiv lange dagegen, machten sich das Leben jedoch durch eigene Fehler schwer. Kurz vor der Halbzeit führte ein Ballverlust der Gastgeber zu einer weiteren guten Feldposition für Berlin. Sullivan nutzte die Gelegenheit und bediente Bais Kouanda zum zweiten Touchdown der Gäste. Mit einer 17:0 Führung für Thunder ging es in die Halbzeitpause.

Auch nach dem Seitenwechsel blieb Berlin zunächst effizient. Sullivan fand Jon Cole über 26 Yards zum dritten Touchdown Pass des Tages und erhöhte die Führung auf 24:0.

Historischer Moment für die Rams

Trotz des deutlichen Rückstands gab sich die Mannschaft von Head Coach Joshua Fitzgerald nicht auf. Quarterback Gabriel Cunningham brachte die Offense zunehmend in Bewegung und fand immer wieder seine Receiver. Für das Highlight des Tages sorgte Devan Burrell mit einem spektakulären Catch tief in der Berliner Hälfte. Der Receiver fing den Ball athletisch aus der Luft und brachte die Rams bis in die Red Zone.

Wenig später folgte der historische Moment. Cunningham nahm den Ball selbst, setzte sich über die rechte Seite durch und erzielte die ersten Punkte in der Geschichte der Alpine Rams Franchise. Auch der erste Touchdown der Franchise war damit geschafft. Im Schlussviertel sorgte Cunningham erneut selbst für Punkte. Mit einem weiteren Touchdown Lauf verkürzte er auf 14:24 und stellte gleichzeitig den Endstand her.

Wichtige Erkenntnisse für die kommenden Wochen

Gabriel Cunningham beendete die Partie mit 248 Passing Yards sowie zwei Rushing Touchdowns. Benjamin Lolomede war mit 90 Receiving Yards der erfolgreichste Passempfänger der Rams. Kevin Kaya steuerte 81 Yards bei, während Devan Burrell auf 63 Receiving Yards kam. In der Defensive führte Oluwaferanmi Okunlola das Team mit zwölf Tackles an. Oliver Obolela folgte mit elf Tackles und gehörte ebenfalls zu den auffälligsten Verteidigern des Abends.

Auch wenn das Ergebnis am Ende nicht für den ersten Sieg reichte, sammelte die junge Franchise wichtige Erfahrungen gegen einen etablierten Gegner. Nach einem 0:24 Rückstand kämpften sich die Rams zurück in die Partie und erzielten die ersten Punkte ihrer Franchise Geschichte. Bereits in Woche 3 wartet die nächste Herausforderung. Die Alpine Rams bestreiten ihr erstes Auswärtsspiel der Franchise Geschichte und reisen am Sonntag, den 7. Juni, zu den London Warriors nach Grossbritannien.

Foto: Rico Doninelli

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