Am Sonntag wartet auf die Alpine Rams der nächste Meilenstein in der noch jungen Geschichte der Franchise. Nach dem Heimdebüt gegen Berlin Thunder bestreiten die Schweizer ihr erstes Auswärtsspiel überhaupt und reisen dafür nach London zu den London Warriors.
Beide Mannschaften stehen vor dem dritten Spieltag der AFLE Saison 2026 noch ohne Sieg da. Während die Warriors Niederlagen gegen die Panthers Wroclaw und Rhein Fire hinnehmen mussten, verloren die Rams ihr erstes Ligaspiel mit 14:24 gegen Berlin Thunder. Damit ist die Ausgangslage klar: Eines der beiden Teams wird am Sonntag den ersten Sieg der Saison feiern.
Positive Ansätze gegen Berlin
Auch wenn das Ergebnis gegen Berlin Thunder am Ende nicht für den ersten Erfolg reichte, konnten die Rams zahlreiche positive Erkenntnisse aus ihrem Debüt mitnehmen. Nach einem 0:24 Rückstand zeigte die Mannschaft Moral und kämpfte sich zurück in die Partie.
Quarterback Gabriel Cunningham erzielte dabei die ersten Punkte und die ersten beiden Touchdowns in der Geschichte der Alpine Rams. Insgesamt brachte es der Spielmacher auf 248 Passing Yards und zwei Touchdown Läufe.
Auch seine Passempfänger sorgten immer wieder für Highlights. Benjamin Lolomede war mit 90 Receiving Yards der erfolgreichste Receiver der Rams. Kevin Kaya steuerte weitere 81 Yards bei. Devan Burrell sorgte mit einem spektakulären Catch tief in der Berliner Hälfte für einen der schönsten Spielzüge des Tages.
Die Offensive hat bereits gezeigt, dass sie das Potenzial besitzt, jede Defensive der Liga vor Probleme zu stellen.
Disziplin als Schlüsselfaktor
Ein entscheidender Punkt wird jedoch die Disziplin sein. Gegen Berlin war das Spiel von zahlreichen Strafen geprägt. Insgesamt wurden gegen beide Teams 36 Penalties für 243 Yards ausgesprochen.
Mehrere vielversprechende Drives der Rams wurden durch eigene Fehler gestoppt. Gleichzeitig erhielt Berlin immer wieder zusätzliche Chancen. Entsprechend lag der Fokus in der Trainingswoche darauf, die Zahl der Fehler zu reduzieren und über die gesamte Spielzeit konzentriert zu bleiben.
Gelingt dies, könnten die Rams ihr offensives Potenzial deutlich besser ausschöpfen.
Schwierige Aufgabe gegen London
Die London Warriors verfügen trotz ihres Saisonstarts über eine talentierte Mannschaft. Besonders Quarterback Karé Lyles zählt zu den gefährlichsten Spielern im Kader der Briten. Zwar hatte der Spielmacher in den ersten beiden Spielen mit Ballverlusten zu kämpfen, dennoch besitzt er die Fähigkeit, ein Spiel jederzeit zu verändern.
Auch defensiv wartet eine anspruchsvolle Herausforderung auf die Rams. Mit Kadel King, Emmanuele Falola und David Inzyon verfügen die Warriors über ein starkes Linebacker Trio, das versuchen wird, die Offensive der Schweizer früh unter Druck zu setzen.
Die Rams werden daher erneut auf die Verbindung zwischen Gabriel Cunningham und seinen Receivern setzen. Gleichzeitig soll die Defensive um Oluwaferanmi Okunlola und Oliver Obolela den Londoner Angriff möglichst früh aus dem Rhythmus bringen.
Erster Sieg als grosses Ziel
Für die Alpine Rams geht es in London um weit mehr als nur das Ergebnis eines einzelnen Spiels. Nach den ersten Punkten und den ersten Touchdowns der Franchise bietet sich nun die Chance, den nächsten historischen Schritt zu machen.
Die Mannschaft hat gegen Berlin gezeigt, dass sie auch nach schwierigen Phasen nicht aufgibt. Nun soll diese Mentalität mit dem ersten Sieg der Vereinsgeschichte belohnt werden.
Die Voraussetzungen versprechen ein spannendes Spiel. Zwei motivierte Teams. Zwei Mannschaften auf der Suche nach dem ersten Erfolgserlebnis. Und für die Alpine Rams die Chance, in London ein weiteres Kapitel ihrer noch jungen Geschichte zu schreiben.